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Die Nacht danach

Die meisten Geburtstagsgäste waren schon kurz nach Mitternacht gegangen.
Elfriede und ihr Mann klärte mit uns unsere Unterbringung zur Nacht.
Wir wollten in der Hütte schlafen - fast wie im Mittelalter beim offenen Feuer im gemauerten Grill. Gut, anfangs war ich noch etwas skeptisch - bei der nächtlichen Temperatur von 4 Grad die es in der Nacht sein  sollte - aber ich wollte nicht mehr irgendwo hin, denn mein Kreuz tat doch etwas vom vielem Stehen mit der Filmerei weh.  Andreas fuhr nach Hause und brachte 2 Feldbetten, mehrere Decken und
sein Bettzeug mit - denn er wollte auch in der Hütte schlafen. Dann hätte mein 
Mann aber auf dem Fußboden der Hütte schlafen müssen, was für ihn kein Problem gewesen wäre. Aber Andreas gab uns dann doch sein Bettzeug und sagte, dass er nachher nach Hause fahren werde.

 
Elfriede war schon so gegen 1 Uhr heim gefahren, sie war sehr grocki gewesen
und somit waren wir noch 5 Leutchens - wir zusammen mit dem Geburtstagskind Andreas und noch 2 weiteren Greimersburgern in der Hütte.

Die Nachtunterbringung war nun geklärt - wir in der Hütte, Andreas zu Hause und
die anderen Männer jeweils in ihren Autos, wie schon die Nacht zu vor.
Jöh, waren sie aber abgehärtet. 
Jedenfalls konnte ich mich nun ausruhen und den Gesprächen im Greimerburger
Platt etwas lauschen - wo von ich aber nur die Hälfte davon verstand -, aber endlich 
sitzen. 
Die Flammen im gemauerten Grill der Hütte loderten vor sich hin.
Aber nicht nur so, klar

erstens, um uns zu wärmen
und

zweitens kam einer irgendwie gegen 01:30 Uhr auf die Idee, man könnte doch
noch ein Steak vertragen, als Nachtmahl zu sagen. Gesagt getan - er legte als bald
5 Steaks auf den Grill.

  Ich esse eigentlich nix in der Nacht,
aber das Steak war einfach sooo lecker und es bekam mir auch gut
- magentechnisch gesehen zur Nacht-.


Ach war das ein schöner Tag, vieles neues kennengelernt und auch die ganzen
Gäste waren nett, unsere Beiträge für den Tag kamen auch gut an - viele haben
das Gaudium von Marcus mitgemacht....einfach herrlich!!!
Also solch einen Geburtstag haben wie noch nie erlebt und wird uns ewig sehr
gut in Erinnerung bleiben.

Gegen 2.30 Uhr, nachdem wir gegessen und eine kleine Verdauungsrunde
eingelegt hatten, wurden wir mehr oder weniger doch müde.
Wir stellten dann die Feldbetten auf und ich machte gleich eine Liegeprobe.
Ging sehr gut - also die Nacht kann kommen.  

Die zwei Greimersburger verabschiedeten sich und gingen zu ihren Autos,
um dort sich schlafen zu legen. Andreas fuhr auch los, machte aber vorher den Generator aus, der die Hütte und das Toilettenhäuschen draußen betrieben hatte.
Ich schnell noch zu einer Kerze griff und diese angezündet, damit ich auf dem Tisch und auch meine Bettstelle sehen konnte. 
Die 4 Kerzen an der Hüttenwand reichten kaum für mich zum Sehen.... 
schummrich ward´s nun gewesen in der Hütte, wie im Mittelalter bei Kerzenlicht
und dem Feuer im Grill .
 ...  meine Liegestätte war schön dicht an der Feuerstelle - ich ja eine Frostbeule. 


Das Bettzeug von Andreas haben wir uns geteilt - ich das Kopfkissen und Marcus
die Bettdecke.  

Marcus bereitete sein Nachtlager auf dem Feldbett zu, sein Kopfkissen war sein Waffenrock und der Mantel...
                                                   

Obwohl das Feuer etwas loderte, war mir doch bisschen kühl - also zog ich mir
noch einen Pulli über mein Mittelalterkleid - waschen und Zähne putzen fiel aus -
und nahm meinen Wollmantel als Zudecke. Marcus war dagegen etwas mehr abgehärtet als ich.

Um 3 Uhr pustete Marcus die Kerzen aus  und das Feuer knisterte uns so langsam
in den Schlaf.
Einmal schreckte ich dann doch auf, weil irgendein Geräusch war - grusselig.
Später zog etwas Kälte vom Fußboden hoch und ich suchte im Dunklen ein Fell
von uns, dass in der Nähe des Feldbettes lag, legte es auf die Liege und schlief
dann endlich richtig ein. 

Gegen 6 Uhr musste ich aber raus, die Blase drückte nun doch.
In meine Schuhe kam ich zwar rein, kriegte die aber nicht zu - egal ging auch so.
Ich schlich mich raus, aber Marcus wurde trotzdem wach.
Als ich aus der Tür kam, jööh, war das nebelig. Den Weg kannte ich ja zur Toilette, aber durch den Nebel konnte ich den Weg kaum sehen und matschig war der
Boden. Die Riemchen von meinen Schuhen schlackerten beim Gehen in diesem
Matsch rum. Ich hatte noch mein Handy mitgehabt und das Licht angemacht, damit ich mich im kleinen engen Toilettenhäuschen zurecht fand.
So ganz mittelalterlich war´s nicht gewesen, denn dann hätte ich eine Laterne mit
nehmen müssen, aber ich war froh gewesen das Handy bei mir zu haben.
Mir war kalt, die Matschkälte zog schon bei dem kurzen Gang an mir hoch und die Toilettenbrille war eisig kalt.
Soweit - so gut.
Aber was danach kam, war für mich noch schlimmer  - ich fand nicht mehr den
Weg zur Hütte zurück.  Jedenfalls zu erst nicht - die Richtung war zwar klar, dort musste die Hütte in der Nebelsuppe sein...aber irgendwie kam ich vom Weg ab
und landete vor einem Absperrband (es war noch eine kleine Baustelle in der
Nähe der Hütte).
Also wieder zurück und mich dann an den hohen Bäumen orientiert, die den Weg etwas säumten, wo die Wipfel den niedrig liegenden Nebel überragten.
Man war das eine Nebelsuppe, ich konnte nur paar Meter sehen - von der Sicht
auf die Hütte keine Spur. Als ich nun weiter im Nebel irrte, sah ich auf einmal
ein Auto kurz vor mir stehen. Somit erkannte ich schnell - ich war wieder falsch gegangen.... ich wieder zurück. Mir wurde schon bald unheimlich, weil es hi und da irgend etwas raschelte - es fehlte noch,  dass irgendwo Frösche gequakt hätten,
dann wäre es wie im Horrorfilm " The Fog"  und ich mitten drin in diesem Film,
in diesem Nebel voller Grauen.
Ich weiß nicht wie lange der Gang zur Hütte gedauert hatte, aber endlich sah
ich dann irgendwie, ganz schemenhaft in der Nebelsuppe,  die Dachspitze dieser
und steuerte eiligst drauf zu, egal ob Pfützen auf dem Boden waren oder nicht.  
Endlich -  erleichtert die Hütte erreicht zu haben - musste ich mich nun erst einmal ausruhen.
 

Marcus unterdes holte paar Holzscheide und versuchte das Feuer im gemauerten
Grill wieder in Gang zu kriegen, denn Glut war noch vorhanden.    

Alsbald loderte das Feuer wieder im Grill in der Hütte und Marcus verschwand auf einmal mit meiner Filmkamera aus der Hütte. Was hatte er denn da vor, war ja eh dichter Nebel....
Er filmte den Plan in den frühen Morgenstunden. 

Diesen Film bearbeitete ich etwas später -  in der Halloween-Zeit - , und somit gestaltete ich den auch dementsprechend auch so:   

   

Gegen 9 Uhr kamen dann Elfriede und Andreas und auch die 2 Greimersburgen
waren inzwischen auch schon aus ihren Autos gekrochen.

 

Nach dem ein paar Eier zu Bruch gingen und beinahe die Brötchen auf dem Grill verbrannten wurde dann schnell noch Rührei gemacht.

 ... und dann aßen wir. Die Gäste vom Vortag kamen
auch so nach und nach dort an und genossen ebenso das herrlichen Frühstück - besonders den heißen Kaffee, den wir Außenschläfer gut gebrauchen konnten.

Der Morgen ging ruhig von statten .... es wurde mit dem Bogen geschossen
 oder sich
                                     am Feuer gewärmt

oder ein bisschen gehandwerkelt: . Ein Gürtel aus Wollgarn für mich ganz schnell gefertigt: . Sieht gut aus
und ging relativ schnell. Nochmals herzlichen Dank dafür. 

 

Inzwischen wurden 2 Spiebraten auf einem Spieß gesteckt und sie drehten sich 
über der Glut von der Feuerstelle :  und auf dem Plane wurde versucht wieder ein Schwedenfeuer in Gang zu setzen, was anfänglich nicht
so recht gelang: ... alle wurden etwas eingenebelt,
aber das tat keineswegs der guten Laune Abbruch -  im Gegenteil, da wurde gelacht
und gescherzt wie hier mit der Birne:  , die beim Essen
wie
ein Eis aussah . Wie bemerkte mein Mann: ...ein mittelalterliches Birneneis... und er hatte die Lacher auf seiner Seite.

Übrigens hatte mein Mann an den Morgen keine Radieschen mehr von den Kindern bekommen.

Tja was wurde dann noch so gemacht? 
Andreas schliff noch mein Messer scharf
,
ein Dankeschön auch an ihm.
In der Hütte, das lodernden Feuer im Grill, wurde auch erzählt und alle warteten
dann drauf, dass die 2 Spießbraten bald fertig waren: ,

was dann nach 12 Uhr war.

Mein Seelenfängerkasten hatte sein Bestes getan und konnte auch ruhen.  

Wir wurden dann gegen 15 Uhr wieder nach Hause gefahren, voller Eindrücke vom Samstag und Sonntag.

Einen herrlichen Geburtstag, den wir erleben durften und über den ich hier berichtet habe. Ich hoffe, es hat es Euch ein wenig gefallen. Wenn ja, dann klickt Euch weiter
in unsere Homepage durch - Ihr werdet bestimmt noch anderes informatives
zusehen bekommen.    

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